Ballett in Russland

Der Ballettentwicklung in Russland

Mariinsky Theatre, Saint Petersburg
 

Russland war nicht von dem Verfall betroffen, der in Europa unter der Romantik stattfand. Ballett war in Russland noch sehr populär, vielleicht aufgrund des späteren Beginns. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts kam Ballett nach Russland mit dem österreichischen Ballettmeister Fransz Hilferding und der italienischen Tänzerin Angiolini.

In den 1840er Jahren wurde die kaiserliche Ballettschule in Sankt Petersburg, die Mariinsky-Ballett (heute Kirow-Ballett genannt) gegründet. Die Kompanie wurde an das Mariinski-Theater gebunden, das 1860 gebaut wurde. Dies wurde ein populäres Zentrum für Balletttänzer sowohl aus Russland und aus anderen Ländern des Westens.

Im Jahr 1876 wurde der Bolshoi Theater in Moskau gegründet, wo dessen Ballettkompanie ihr zu Hause hatte. Die beiden Ballettkompanien haben der damaligen russischen Regentin, Katharina der Großen zu danken, die die Gründung und die Entwicklung die Kompanien ermöglichte.

Diese beiden Ballettschulen gehören immer noch heute zu den bedeutendsten Ballettkompanien der Welt. Obwohl Russland viele Impulse aus anderen Ländern bekam, setzte sich der Romantische Stil hier nicht so sehr durch. Russland entwickelte einen mehr nationalistischen und realistischen Ballettstil. 

Die großen Klassiker

Ballettmeister Marius Petipa
 

Marius Petipa (1818-1910) aus Frankreich hatte sehr großen Einfluss auf die Ballettentwicklung in Russland. Er wird manchmal als der "Vater" des klassischen Balletts genannt. Er kam als junger Tänzer nach Russland und setzte dort seine Karriere als Ballettmeister und Choreograph fort. Überwiegend war er an das Maryinsky-Ballett gebunden, aber war Zeitlang auch am anderen Schulen Ballett engagiert. Die berühmten russischen Tänzerinnen Olga Preobraschenskaja, Mathilda-Maria Kschessinskaja und Anna Pavlova begannen ihre Karriere bei Marius Petipa.

Er arbeitete direkt mit berühmten Komponisten zusammen, die neue Musik direkt für viele seine Werke komponierten, z.B. mit dem berühmten Pjotr Tschaikowski (1840-1893). Marius Petipa entwarf sehr viele berühmte Choreographien, die sogenannten großen Klassiker: der Nussknacker, Dornröschen und Don Quijote.

Zusätzlich modifizierte er und führte andere Klassiker wieder auf, wie La Sylphide, Giselle und Schwanensee. Zu seine Unterstützung hatte er seinen Assistent, den Ballettmeister Lev Ivanov (1834-1901), der auch Teile der Choreographien schuf, z.B. die berühmten "weiße Akten" des Schwanensee, eins der meist geliebten Inszenierungen dieses Balletts.

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Ballettgeschichte


Bildquellen:

Mariinsky Theatre, Saint Petersburg, Russia: A.Savin/Wikipedia