Afrikanische Wurzeln

Sklaverei, Tanz und Musik

Afrikanische Tänzerin
 

Jazz Dance hat ihre Wurzel im afrikanischen Tanz. Als die Sklaven aus Afrika im 18. Jahrhunderts nach Amerika exportiert wurden, nahmen sie ihre Tanz- und Musiktraditionen mit. Häufig durften auf der Schiffreise die Sklaven an Deck kommen um dort zu tanzen, denn dadurch hielten sie sich nach Meinung ihrer „Besitzer“ gesund und die Überlebensquote erhöht sich. Die Afrikaner kamen aus verschiedenen Regionen Schwarz-Afrikas, z.B. aus dem Kongo, Sudan und Westafrika. Sie nahmen ihre unterschiedlichen Schritt und Rhythmen-Traditionen mit. Als diese Menschen gemischt und in verschiedenen Orten Amerikas verteilt wurden, kamen die verschiedenen Tanzstilen miteinander in Berührung.

Angekommen in Amerika schafften es einige Sklaven zu fliehen. Sie suchten ihr Glück in den wilden Grenzbereichen, weit weg von den Städten. Dort begegnete sie den Indianern, die eine ähnlichere Tradition hatten wie die Afrikaner, als wie die übliche weiße Gesellschaft in Amerika. Hier gab es durchaus magische und rituelle Zeremonien, eine Welt, mit dem sie sich mehr verbunden fühlten. Im Laufe der Zeit tauschten sie ihre Erfahrungen aus und beeinflussten so auch gegenseitig die Musikrhythmen und die Tänze, die wiederum später mit anderen Tanztraditionen gemischt wurden.
 

Alternative Ausdrucksmöglichkeiten

Musik und Tanz
 

Die meisten Afrikaner blieben aber Sklaven. Sie behielten ihre Tradition zu trommeln und zu tanzen als eine Art Identifikationsmittel. 1740 wurde das Trommeln für Sklaven verboten. Ein Grund dafür war, dass die Plantagenbesitzer vermeiden wollten, dass dieses "primitive" Verhalten der Sklaven sich verbreitete.

Obwohl jetzt nicht mehr getrommelt wurde, verhinderte das nicht, dass die afrikanische Sklaven weiter tanzten. Sie suchten nun nach anderen Mitteln um Rhythmus zu erzeugen und begannen zu Steppen. Sie stampften beim Tanz mit den Füßen. Außerdem fingen sie an, andere Instrumente zu entwickeln die etwas leiser war, wie die Banjo und Rasseln verschiedener Art. Der Tanz "Patting Juba" wurde jetzt sehr populär unter der schwarzen Bevölkerung. Sie fingen an, den Rhythmus nach irgendwelcher Musik zu klatschen, die sie hörten, um einzelne Personen zum Tanzen aufzufordern. Später wurden daraus verschiedene Klatsch-Kombinationen mit Händen, Knien, Fußen etc.

Der Sklaven fingen auch an, Satiren in ihre Tänze zu integrieren. Sie machten sich lustig über die Manieren der weißen Bevölkerung und machten sie nach, und erfanden dadurch neue Schritte, die mit ihren eigenen Stil vermischt wurde. Einigen von den Sklaven wurden auch von den Plantagenbesitzer und ihren Freunden zu Unterhaltungszwecke eingesetzt. Vor allem die Clown-Darstellungen, das gute Rhythmusgefühl und die polyzentrischen und binnen-körperlichen Bewegungen machten diese Tänze so populär.

Als die Sklaven begannen eigene christlichen Kirchen zu bauen, wurden die Tanzrhythmen aus der Afrikanischen Kultur dort stark integriert, auch das Trommeln. In die Kirche durften sie spielen und tanzen und diese Elemente wurden ein fester Bestandteil des Gottesdienstes. In Südamerika durften die Schwarzen manchmal sogar eigene religiöse Festivals arrangieren, die sie mit viel Musik und Tanz ausschmückten.

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Jazz-Dance-Geschichte
Jazz-Dance


Bildquellen:

Afrikanische Tänzerin: By PH3 ROGER FRAZER/Public domain, via Wikimedia Commons